THC: 26 %; CBD: 4 %
Der Name „Haze 80er“ ist nicht eindeutig standardisiert. Der am besten dokumentierte Treffer ist Karel Schelfhouts 80s Old School Haze, auch als SSSC Old School Haze , 80s Haze/Skunk oder in ihrer heutigen Samenform als Kees' Old School Haze bezeichnet.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Züchter | Super Sativa Seed Club (SSSC), Karel Schelfhout |
| Historische Genetik | Original Haze × Skunk #1 |
| Heutige Samenlinie | Old School Haze × Old School Haze |
| Typ | starke sativadominante Old-School-Linie |
| Samenform | reguläre, auch männliche und weibliche Pflanzen |
| Blütezeit | ungefähr 12–13 Wochen |
| Wuchs | sehr groß, schnell, stark streckend |
| Blüten | Lange, eher lockere bis mittelkompakte Sativa-Blüten |
| Aroma | dunkler Moschus, Kräuter, Ammoniak, Zitrus |
| Wirkung | sehr zerebral, euphorisch, energetisch und teilweise psychedelisch |
| Stärke | laut Züchter ausgesprochen hoch; Keine belastbare feste THC-Angabe |
| Anspruch | eher für erfahrene Züchter und stabile Bedingungen |
Die Linie geht auf die frühe niederländische Haze-Zucht der 1980er-Jahre zurück. Karel Schelfhout erhielt nach eigener Darstellung Original-Haze- und Skunk-#1-Material von Sam „The Skunkman“. Die damalige reine Haze überzeugt vor allem durch ihre ungewöhnlich intensive, erhebende Wirkung, produzierte aber vergleichsweise kleine Blüten und benötigte ungefähr 13 Wochen zur Reife.
Aus Original Haze × Skunk #1 wurde eine besonders interessante Pflanze ausgewählt. Schelfhout behielt diese Genetik anschließend jahrzehntelang als Klon. Die heutige Kees' Old School Haze wird als Inzucht bzw. Kreuzung dieser Old-School-Haze-Linie mit sich selbst angeboten. SSSC zur Geschichte der Old School Haze , Interview mit Karel Schelfhout
Der Züchter vermarktet sie als „pure Sativa“. Aufgrund der dokumentierten Beteiligung von Skunk #1 sollte man das jedoch als züchterische und phänotypische Einordnung verstehen, nicht als wissenschaftlich bestätigte genetische Reinheit.
Haze 80er verkörpert den klassischen Sativa-Bautyp:
Unter passenden Bedingungen können sehr lange, armförmige Blütenstände entstehen. Die Pflanze reagiert laut SSSC allerdings empfindlicher auf schwankende Umweltbedingungen als moderne, stark hybridisierte Sorten. Ihre Blüte dauert 12–13 Wochen ; Einzelne Erfahrungsberichte nennen auch etwa 13–14 Wochen. Der Ertrag wird vom Züchter als hoch beschrieben, hängt bei dieser Linie aber besonders stark von Phänotyp und Bedingungen ab. Offizielle Sortenbeschreibung von Kees' Old School Haze
Das Profil unterscheidet sich deutlich von fruchtig-süßen modernen Dessertsorten. Im Vordergrund stehen:
Der erste Eindruck kann ungewöhnlich stark und nahezu medizinisch wirken. Dahinter kommen Kräuter, Zitrus und ein klassischer Haze-Unterton hervor. Schelfhout beschreibt den Rauch der ursprünglichen Pflanzen rückblickend als auffallend dicht, schwer und nahezu ölig. Nicht jeder Phänotyp muss alle Noten gleichzeitig zeigen: Ein dokumentierter Anbau berichtete beispielsweise von getrennten dunklen und frischen Aromatypen. Dokumentierter Growbericht
Ein im Internet häufig genanntes „Terpenprofil“ sollte nicht mit einer Laboranalyse verwechselt werden. Für diese Linie konnte ich keine belastbare, gebührenübergreifende Messung einzelner Terpene finden.
Die Wirkung wird überwiegend als kopflastig und aktiviert beschrieben:
SSSC beschreibt das Erlebnis bildhaft als Euphorie bzw. als Gefühl, über einem weichen Untergrund zu schweben. Schelfhout spricht von einer extrem erhebenden, schnellen psychedelischen Wirkung. Damit entspricht sie eher dem historischen Haze-Ideal als dem entspannenden, körperbetonten Profil vieler moderner Hybriden.
Für empfindliche oder unerfahrene Konsumenten kann dieses Profil schnell zu intensiv werden. Mögliche unangenehme Begleiterscheinungen sind innere Unruhe, Gedankenrasen, Nervosität, erhöhte Herzfrequenz, Mundtrockenheit oder eine vorübergehende ängstliche Stimmung. Wirkung und Verträglichkeit hängen stark von Dosis, individueller Empfindlichkeit und tatsächlichem Chemotyp ab.
Der Züchter bezeichnet die Sorte als THC-reich bzw. „extrem hoch“, veröffentlicht jedoch keinen überprüfbaren festen THC-Wert . Deshalb wären konkrete Angaben wie „25 % THC“ unseriös. Ebenso fehlen belastbare sortenspezifische CBD- und CBG-Werte. Werte von Kreuzungen wie Old School Haze × Panama oder Old School Haze × Papua-Neuguinea dürfen nicht einfach auf die ursprüngliche Haze-80er-Linie übertragen werden. ACE Seeds bestätigte bei diesen Kreuzungen jedoch ausdrücklich, dass die Elternpflanze als Karel's SSSC 80s Old School Haze (Haze/Skunk) verwendet wurde . ACE-Samen
Kees' Old School Haze darf nicht mit Karel's Haze verwechselt werden:
Kurz gesagt ist Haze 80er eine historische, kompromisslose Haze/Skunk-Linie: hochwachsend, langblühend, stark kräuterig-ammoniakartig im Aroma und für ihre ungewöhnlich klare, energetische bis psychedelische Wirkung bekannt. Ihre Besonderheit liegt weniger in maximaler Blütendichte oder modernen Dessertaromen als in ihrem unverfälschten Old-School-Charakter.
